Soziale Kompetenz

Es gibt kaum Tage, an denen wir nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten. Wir kommunizieren, teilen einander unsere Gedanken mit, lachen gemeinsam, arbeiten miteinander und leben als Familie allesamt unter einem Dach. Wenn wir uns in sozialen Beziehungen bewegen, gilt es immer, Regeln einzuhalten. Ich begegne meinem Gegenüber respektvoll und nehme es mit all seinen Wünschen, Emotionen und Bedürfnissen wahr. Auch die Begegnung auf gleicher Augenhöhe ist meines Erachtens nach eine äußerst wichtige Eigenschaft. Selbst Konflikte können respektvoll geführt werden, obwohl auch wir Erwachsene manchmal noch viel lernen müssen.

Kinder brauchen Kinder, um in eine soziale Gemeinschaft hineinwachsen zu können.

Um in Gruppen und Klassen gut integriert zu sein, braucht es vielfältige Fähigkeiten:

Toleranz und Akzeptanz für Freunde und Mitschüler

Respektvoller Umgang mit den anderen

Regeln erkennen, den Sinn dahinter verstehen und sich daran halten

seinen eigenen Standpunkt erklären und argumentieren können

bei Kritik in sich gehen und nachdenken, ob sie ihre Berechtigung hat

sich Fehler eingestehen oder ein Gespräch suchen, um sein Verhalten zu untermauern und so für andere transparent zu machen

All diese Kompetenzen sind auch für uns als Eltern, Partner und Arbeitskollegen schwierig. Wie schwer fällt es uns manchmal, unsere Emotionen zu lenken, um andere nicht vor den Kopf zu stoßen? Wie oft sind wir gekränkt und verletzt?

Wir arbeiten täglich mit den Herausforderungen der sozialen Kompetenzen, wie auch unsere Kinder. Wir können sie in ihrer Impulskontrolle unterstützen, indem wir ihnen Möglichkeiten und vor allem Zeit geben, uns ihre Gedanken mitzuteilen. Wir nehmen sie ernst und respektieren sie, obwohl nicht nur die Wünsche der Kinder im Vordergrund stehen dürfen. Soziales Zusammenleben heißt immer, Kompromisse einzugehen – und jeder muss seinen Teil dazu beitragen.